Der Klimawandel ist heutzutage eines der wichtigsten Themen in unserer Gesellschaft und die Abscheidung (Capture) und Speicherung (Storage) von CO2-Emissionen ist für die Bewältigung seiner Auswirkungen von entscheidender Bedeutung. ExxonMobil entwickelt Lösungen zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (Carbon Capture and Storage, CCS), um die weltweit energieintensivsten Branchen bei der Dekarbonisierung zu unterstützen.

Abscheidung

Die Idee, CO2-Emissionen abzuscheiden, bevor sie in die Atmosphäre gelangen, mag futuristisch erscheinen, doch die dafür nötige Technologie existiert bereits und wird stetig weiterentwickelt und somit ausgereifter.

ExxonMobil kennt sich ziemlich gut mit der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (Carbon Capture and Storage, CCS) aus. ExxonMobil war das erste Unternehmen, dem es gelang, mehr als 120 Millionen Tonnen CO2 abzuscheiden, was den jährlichen Emissionen von mehr als 25 Millionen Autos entspricht.

Die Wissenschaftler und Ingenieure des Unternehmens arbeiten mit externen Partnern zusammen, um CCS auf die Abscheidung des CO2 aus dem Erdgas anzupassen, das für den Betrieb schwerer Industrieanlagen verwendet wird. Die Abgase von Erdgasturbinen bestehen nur zu 4 % aus CO2, was bedeutet, dass sie unglaublich schwer abzuscheiden sind. Es wurde bereits mit der Suche nach der Nadel im Heuhaufen verglichen.

Die Arbeit von ExxonMobil ist von entscheidender Bedeutung, da CCS eine der wenigen bewährten Technologien ist, die dazu beitragen können, die Dekarbonisierung energieintensiver Branchen voranzutreiben und die Emissionen so zu senken, dass die weltweiten Klimaziele des Pariser Abkommens erfüllt werden. Erneuerbare Energien spielen zwar auch eine Rolle, gelten aber als Energiequellen mit natürlicher Fluktuation und können somit möglicherweise nicht immer den hohen Energiebedarf liefern, der für die Herstellung von Produkten wie Beton oder Stahl erforderlich ist.

ExxonMobil führt außerdem Forschungen zu zwei weiteren CCS-Technologien durch, die sich noch im Anfangsstadium befinden. Bei einer dieser Technologien kommt eine Brennstoffzelle zum Einsatz, um Emissionen abzuscheiden, bevor sie aus einem Erdgaskraftwerk oder einer Industrieanlage freigesetzt werden. Die andere Technologie, auch als direkte Luftabscheidung bezeichnet, zielt darauf ab, die CO2-Emissionen direkt aus der Atmosphäre abzuscheiden.

In der Größenordnung könnte CCS dazu beitragen, die Emissionen aus Branchen zu reduzieren, die schwer zu dekarbonisieren sind, wie etwa die Produktion und die Stromerzeugung. Zusammen tragen diese beiden Sektoren rund zwei Dritteln der weltweiten Energieemissionen bei.

Nach der Abscheidung besteht der nächste Schritt darin, das CO2 unter die Erde zu transportieren und dort sicher und dauerhaft zu speichern.

Speicherung

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Die Speicherung von CO2 ist ein komplexes Unterfangen, das die gleiche Expertise erfordert, die ExxonMobil für die Produktion und Versorgung der Welt mit Energie einsetzt – insbesondere das Verständnis geologischer Formationen. Im Fall von CCS identifizieren die Geologen des Unternehmens unterirdische Standorte, an denen die abgeschiedenen CO2-Moleküle gespeichert werden können.

CO2 kann sicher in unterirdischen natürlichen, porösen Felsformationen gespeichert werden. Laut IEA (International Energy Agency / Internationale Energieagentur) weist die umfassende geologische Analyse darauf hin, dass die Erde über eine große CO2-Speicherkapazität verfügt – „zwischen 8.000 Gt [Gigatonnen] und 55.000 Gt“. Allein die CO2-Speicherkapazität in Europa wird auf über 400 Gt geschätzt.

Eine Möglichkeit, die Abscheidung, den Transport und die Speicherung industrieller CO2-Emissionen zu optimieren, ist die Verwendung von CCS-Hubs für mehrere Benutzer an Orten wie Houston in Texas. Diese Art von Zusammenarbeit würde die Emissionen von ExxonMobil und anderen teilnehmenden Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, abscheiden. Bis 2040 könnte der Hub in Houston jährlich rund 100 Millionen Tonnen CO2 in sicheren geologischen Formationen speichern.

Der Hub könnte auch als Entwurf für andere Industriegebiete in den USA, Europa und der ganzen Welt dienen. ExxonMobil ist derzeit an vier Entwürfen für europäische CCS-Zentren auf dem gesamten Kontinent beteiligt – in Antwerpen / Belgien, in Rotterdam / Niederlande, in Gravechon / Frankreich, und in Schottland im Vereinigten Königreich. Wenn sich diese Entwürfe als erfolgreich erweisen, ließen sich insgesamt jedes Jahr Millionen von Tonnen an CO2 abscheiden.

Die Abscheidung und anschließende sichere Speicherung der weltweiten CO2-Emissionen ist ein ehrgeiziges Vorhaben, aber es ist entscheidend, um die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern. ExxonMobil wird weiterhin seinen Beitrag dazu leisten, CCS und andere Technologien zur Emissionsreduzierung voranzutreiben, die der Welt den richtigen Weg in Richtung Zukunft mit weniger Emissionen im Energiebereich bereiten könnten.

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