ExxonMobil führt fortschrittliches Recycling ein, um Kunststoffabfälle zu beseitigen

Perspektiven

Von Karen McKee, Präsidentin, ExxonMobil Chemical Company. Übersetzt aus dem Englischen.

Um die Auswirkungen von Kunststoffabfällen auf die Umwelt zu reduzieren, muss die Gesellschaft einen größeren Anteil der verwendeten Produkte recyceln, anstatt sie dauerhaft zu entsorgen. ExxonMobil arbeitet in den USA und Europa an drei neuen, fortschrittlichen Recyclinginitiativen mit dem Ziel, in großem Umfang aus Kunststoffabfällen Mehrwert zu schaffen.

Fortschrittliches Recycling, auch chemisches Recycling, beschreibt Technologien und Prozesse, mit denen Unternehmen wie ExxonMobil schwer recycelbare Kunststoffe in hochwertige Rohmaterialien umwandeln können, die wiederum als Ausgangsmaterial für eine Vielzahl wertvoller neuer Produkte dienen sollen – ein Prozess, der sich hoffentlich immer wieder wiederholen lässt.

Stellen Sie sich vor, die Joghurtbecher aus Ihrem Abfall werden in neue medizinische Geräte für Ihren Arzt umgewandelt und anschließend in das Armaturenbrett Ihres nächsten kraftstoffsparenden Pkw überführt. Dieses Beispiel beschreibt eine „Kreislaufwirtschaft“ und es verdeutlicht, woran ExxonMobil arbeitet.

  • In Baytown, Texas, schloss ExxonMobil die Anfangsphase einer Studie zur Umwandlung von Kunststoffabfällen in Rohstoffe zur Herstellung hochwertiger Polymere ab. Nach dem erfolgreichen Abschluss der nächsten Testphase in diesem Jahr planen wir, Polymere mit der Auszeichnung „certified circular“ in kommerziellem Umfang zu vermarkten. Zudem möchten wir die Testergebnisse nutzen, um die Kapazitäten für erweitertes Recycling in anderen Chemiewerken von ExxonMobil weltweit auszubauen, die in unsere weiter gefassten Downstream-Betriebe integriert sind und daher wichtigen Skalierungsspielraum zur Kostensenkung bieten.

 

  • In Frankreich arbeitet ExxonMobil gemeinsam mit Plastic Energy – einem führenden Unternehmen im Bereich fortschrittliches Recycling – an einem Projekt, das Kunststoffabfälle aus dem Endverbraucherbereich in Rohstoffe für die Herstellung von „certified circular“-Polymeren in reiner Qualität umwandelt. Das Werk wird eine anfängliche Kapazität von 25.000 Tonnen Kunststoffabfall pro Jahr haben, wobei eine Skalierung auf bis zu 33.000 Tonnen in naher Zukunft geplant ist. Auf Grundlage der aktuellen Pläne wird es voraussichtlich eines der größten Projekte für das fortschrittliche Recycling von Kunststoffabfällen in Europa sein. Die Inbetriebnahme wird Anfang 2023 erwartet.

 

  • ExxonMobil ist Gründungsmitglied von Cyclyx International, einem Joint Venture mit Agilyx, das Systeme zur Aggregation und Vorverarbeitung von Kunststoffabfällen entwickelt, um den wachsenden Anforderungen der modernen Recyclingindustrie gerecht zu werden. Das Ziel von Cyclyx besteht darin, das derzeit fehlende Verbindungsglied zwischen Abfallentsorgern und Recyclern zu bilden und so fortschrittliches Recycling in großem Umfang zu fördern. ExxonMobil ist zu 25 Prozent an Cyclyx beteiligt.

Diese und andere Initiativen helfen uns dabei, Möglichkeiten für fortschrittliches Recycling in großem Maßstab an unseren Standorten zu bewerten und weiterzuentwickeln.

Petrochemische Kunststoffe sind die Bausteine des modernen Lebens, die in allen Bereichen von medizinischer Schutzausrüstung über Frischhaltefolie bis hin zu Küchengeräten und Autoteilen Verwendung finden. (Übrigens: Fahrzeuge bestehen heutzutage bereits zu etwa 50 Prozent aus Kunststoff und sind dadurch leichter und Co2-effizienter. Elektrofahrzeuge erreichen dadurch eine größere Reichweite.)

Mit fortschrittlichem Recycling könnte die Gesellschaft die Recycling-Kreisläufe auf eine größere Palette von Produkten erweitern. Bei herkömmlichem mechanischem Recycling wird dahingegen der Kunststoffabfall zerkleinert und mit neuem Kunststoff vermischt. Fortschrittliches Recycling kann mehr Arten von Kunststoffen in eine größere Palette wertvoller Produkte verwandeln. Im Gegensatz zum mechanischen Recycling, bei dem sich die Qualität des Kunststoffs bei jeder Recyclingrunde verschlechtert, gibt es beim fortschrittlichen Recyclingprozess keine erkennbaren technischen Einschränkungen hinsichtlich der Häufigkeit, mit der ein Kunststoffprodukt dem Recycling zugeführt werden kann.

ExxonMobil nutzt sein Know-how in Forschung und Entwicklung sowie molekularem Management, um in unseren globalen integrierten petrochemischen Einrichtungen mehr Optionen für fortschrittliche Recycling-Lösungen zu schaffen.

Wir arbeiten zudem mit unseren Partnern zusammen, um Lösungen zu finden, was angesichts der globalen Herausforderung der Kunststoffabfälle von entscheidender Bedeutung ist. 2019 wurde ExxonMobil Gründungsmitglied der Alliance to End Plastic Waste, der weltweit bedeutendsten Organisation von Geschäfts- und gemeinnützigen Partnern zur weltweiten Bekämpfung von Kunststoffabfällen. Seitdem sind fast 50 Unternehmen beigetreten, die sich gemeinsam dazu verpflichtet haben, mehr als eine Milliarde USD in die Entwicklung sicherer, skalierbarer und wirtschaftlicher Lösungen zu investieren.

Diese Bemühungen sind Teil desr umfassenden Engagement von ExxonMobil, den weltweiten Bedarf an Energie und Materialien zu decken und gleichzeitig die Umweltauswirkungen zu verringern.

Kunststoff ist zu wertvoll und zu vielseitig, um einfach weggeworfen zu werden. ExxonMobil wird weiterhin mit Industrie, Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und Verbrauchern zusammenarbeiten, um die angemessene Handhabung von Kunststoffabfällen zu fördern. Unsere Bemühungen um neue Technologien und fortschrittliches Recycling werden wir weiter ausbauen, um dieses wichtige Thema voranzubringen.

Weitere Informationen finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht von ExxonMobil oder unter www.endplasticwaste.org.

 

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