Petrochemische Kunststoffe sind für eine Reihe von Produkten des modernen Lebens – von medizinischen Schutzausrüstungen über Baumaterialien bis hin zu Autoteilen – unverzichtbar. Einige Kunststoffe sind jedoch schwer zu recyceln und werden in der Umwelt als Kunststoffabfall entsorgt.

Was passiert: ExxonMobil ist der Ansicht, dass fortschrittliches Recycling eine notwendige Ergänzung zum herkömmlichen mechanischen Recycling ist, um Kunststoffabfall in der Umwelt zu reduzieren. Das Unternehmen plant den Bau seiner ersten großen Recycling-Anlage für Kunststoffabfälle in seinem Komplex in Baytown, Texas. Die Anlage soll Ende 2022 in Betrieb genommen werden. Die neue Anlage wird mit einer anfänglich geplanten Recycling-Kapazität von 30.000 Tonnen Kunststoffabfall pro Jahr und der Möglichkeit einer zusätzlichen Erweiterung zu den größten Recycling-Anlagen für Kunststoffabfälle in Nordamerika gehören.

In Europa arbeitet ExxonMobil mit dem führenden Recyclingunternehmen Plastic Energy an einer großen fortschrittlichen Recycling-Anlage in Notre-Dame-de-Gravenchon, Frankreich, zusammen. Die neue Anlage wird voraussichtlich im Jahr 2023 25.000 Tonnen Kunststoffabfall pro Jahr verarbeiten, mit einer möglichen Kapazitätserweiterung auf 33.000 Tonnen jährlich.

Worum es geht: Durch fortschrittliches Recycling werden Kunststoffabfälle effektiv in Rohstoffe umgewandelt, die bei der Herstellung von Kunststoff und anderen wertvollen Produkten verwendet werden. Im Vergleich zu mechanischen Recyclingprozessen gibt es keine erkennbaren technischen Einschränkungen, wie oft ein Kunststoffprodukt diesen Prozess durchlaufen kann.

Warum es wichtig ist: Durch die Bereitstellung fortschrittlicher Recycling-Lösungen kann eine größere Bandbreite an Materialien recycelt werden. Dies trägt dazu bei, die Leistung der Produkte über mehrere Recyclingzyklen hinweg zu erhalten. Dies kann in der gesamten Gesellschaft zu weniger Abfall führen.

Warum ExxonMobil: Da das Unternehmen bereits über integrierte Produktionsstätten verfügt, kann es die erweiterten Recyclingkapazitäten schnell ausbauen, wo immer Sammel- und Sortiersysteme für Kunststoffabfälle in Wohn- und Industriegebieten erweitert werden. ExxonMobil hat bereits Zertifizierungen über das anerkannte International Sustainability and Carbon Certification Plus (ISCC Plus)-System für mehrere seiner Standorte erhalten. Dies ermöglicht dem Unternehmen der wachsenden Nachfrage der Kunden nach „certified circular“ (zertifiziert recycelt)-Kunststoffen nachzukommen.

Was ist der aktuelle Stand: Das Unternehmen hat eine eigene, fortschrittliche Recyclingtechnologie in einem Werksversuch im Baytown-Komplex verwendet und wird den Betrieb so ausweiten, dass bis Ende dieses Jahres „certified circular“-Polymere angeboten werden können. Im Rahmen der Studie wurden mehr als 1.000 Tonnen Kunststoffabfall erfolgreich recycelt – das entspricht 200 Millionen Einkaufstüten – und es hat sich gezeigt, dass 50 Tonnen pro Tag verarbeitet werden können.

Welches Potenzial besteht?: ExxonMobil plant, in den kommenden fünf Jahren eine Kapazität für fortschrittliches Recycling von etwa 500.000 Tonnen pro Jahr aufzubauen. Entsprechende Anlagen in Nordamerika, Europa und Asien sind im Bau oder in Prüfung. ExxonMobil arbeitet auch mit anderen Partnern zusammen, um Lösungen für die weltweite Herausforderung im Bereich Kunststoffabfälle zu finden. Dazu wurde ein Joint Venture mit der Agilyx Corporation – der sogenannten Cyclyx International LLC – gegründet, um die Notwendigkeit einer verstärkten Sammlung und Sortierung von Kunststoffabfällen anzugehen, um das fortgeschrittene Recycling weiter auszubauen.

Tags

  • icon/text-size
You May Also Like

Mehr erfahren