Kraftstoff frisch vom Acker

Wissenschaft und Technologie

Biodiesel der nächsten Generation: Die Wissenschaft, die hinter der Umwandlung von Ernte- oder Pflanzenresten in emissionsarmen Biodiesel steckt, könnte eines Tages die Art und Weise verändern, wie Lastwagenfahrer in der Zukunft ihre Benzintanks befüllen.

Die nächste Phase dieser Biokraftstoffforschung wird aktiv vorangetrieben. Dafür arbeitet  ExxonMobil mit Clariant, sowie dem Bioengineering-Unternehmen Genomatica zusammen. Begonnen hat die Geschäftsbeziehung zwischen ExxonMobil und Genomatica einst mit REG Life Sciences – ein Unternehmen, das Genomatica inzwischen übernommen hat.

Das in der Schweiz ansässige Unternehmen Clariant zeichnet sich durch die hochinnovative Technologieplattform sunliquid® aus. Durch das flexible Sunliquid-Verfahrensdesign und seiner firmeneigenen Enzymplattform kann das Verfahren das volle Potenzial verschiedener Lignocellulose-Einsatzmaterialien freisetzen.

Eine Vielzahl landwirtschaftlicher Reststoffe kann als Ausgangsmaterial verwendet werden. In Europa könnte beispielsweise Weizenstroh verwendet werden. In den Vereinigten Staaten könnte künftig Maisstroh oder Maisstroh Lastwagen antreiben. In Brasilien wiederum könnten die reichlichen Überreste von Zuckerrohr-Bagasse, Zuckerrohrspitzen und -blättern das Mittel der Wahl für Kraftstoff sein.

„Wir müssen überlegen, wie wir die Lebensqualität einer stetig wachsenden Bevölkerung sichern und gleichzeitig eine hohe Nachhaltigkeit gewährleisten können“, sagt Markus Rarbach, Leiter für Biokraftstoffe und Derivate bei Clariant. Clariants unermüdlicher Einsatz für Innovation, Forschung und Entwicklung mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit hat zu unserer Sunliquid-Technologie geführt, mit der wir diese nicht ausreichend genutzten Ressourcen in flüssige Energie umwandeln können.”

Durch die Umwandlung landwirtschaftlicher Reststoffe in Zucker löst das Clariant Sunliquid®-Verfahren den ersten Teilbereich der anspruchsvollen Biodieselforschung. Und: Die Technologie ermöglicht die Arbeit im kommerziellen Maßstab.

Für den zweiten Bereich haben ExxonMobil und Genomatica bereits einen Biokatalysator entwickelt, der die Zuckerstoffe verdaut und in Biodiesel umwandeln kann. 2019 hat das Forschungsteam beide Wissenschaftsbereiche in der Biokraftstoff-Demonstrationsanlage von Clariant in Straubing (Deutschland) dann zusammengeführt. Dort hatte Clariant verschiedene Arten von Cellulose-Rohstoffen für die Kraftstoffherstellung getestet.

Während das Unternehmenstrio weitere Schritte nach vorne macht, können Sie unten entdecken, was für die Umwandlung von Pflanzen in Kraftstoff notwendig ist.

Biokraftstoff auf Zellulosebasis ist nur ein Bereich der Biokraftstoffforschung, an der ExxonMobil derzeit arbeitet. Unweit vom Genomatica-Hauptsitz in Kalifornien erforschen wir seit fast einem Jahrzehnt gemeinsam mit dem Biotech-Unternehmen Synthetic Genomics, wie Algen in emissionsarme Kraftstoffe umgewandelt werden können.

Wir sind der Meinung, dass die Entwicklung von Biokraftstoffen von großer Bedeutung ist. Und unsere Forschung trägt dazu bei, ihr wahres Potenzial besser zu verstehen.

 

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