Sleipner: Pionierarbeit auf dem Gebiet der Kohlenstoffspeicherung unter Wasser

Wissenschaft und Technologie

„Ohne Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) als Teil der Lösung wäre es praktisch unmöglich, unsere internationalen Klimaziele zu erreichen.“(1)

Dr. Fatih Birol, Executive Director der International Energy Agency

Die Bedeutung von CCS wird in der internationalen Gemeinschaft weitreichend anerkannt. Doch wenn diese Technologie in großem Umfang bereitgestellt werden soll, müssen die folgenden zwei Probleme gelöst werden: Wie scheidet man Kohlenstoffdioxid ab? Und wie speichert man es? 

In der Nordsee hat ExxonMobil in Zusammenarbeit mit Equinor und weiteren Unternehmen an einer Lösung zur Kohlenstoffspeicherung gearbeitet. Seit 1996 wurden hier über 20 Millionen Tonnen CO2(2)gesammelt. Zu Beginn war Sleipner die erste CCS-Einrichtung der Welt, die abgeschiedenes CO2in einem tiefliegenden Salzstock 800 Meter(3)unter dem Meeresgrund speicherte. Schauen Sie unseren kurzen Film, um zu erfahren, wie das funktioniert:

Zunächst wird dem Erdgas, das vom Erdgasfeld Sleipner West zur Bohrinsel Sleipner T geleitet wird, CO2 entzogen. Das Gas von diesem Feld verfügt über einen hohen CO2-Gehalt von etwa 9 %(3) , das mittels Aminwäsche wieder von der Bohrinsel weggeleitet wird. 

Aminlösung nimmt CO2 aus Erdgas auf, wodurch eine Absaugung des CO2 möglich ist. Durch Erhitzen des Amin-CO2-Gemischs werden die beiden Substanzen wieder voneinander getrennt und es entsteht ein Fluss aus reinem CO2. Aber wohin damit auf einer Bohrinsel mitten im Meer? 

Die Antwort war Pionierarbeit: Das auf der Sleipner T abgeschiedene CO2 wird wieder unter den Meeresgrund geleitet und dort in einem tiefliegenden Salzstock gespeichert.

CO2 Carbon Storage in Sleipner Norway

Das Sleipner-Feld bot die perfekten Bedingungen für einen Salzstock. Die gewaltige Sandsteinformation unterhalb der Bohrinsel wird von einer festen Deckschicht verschlossen und bietet viel Kapazität zur Speicherung großer CO2-Mengen. Der Bohrschaft der Bohrinsel Sleipner A ermöglichte die Verlegung einer Pipeline zum Salzstock hin, durch die das CO2 geleitet werden kann.

Eine wichtige Herausforderung des Projekts war es, eine Methode zur Überwachung der CO2 Menge auszuarbeiten, die sich im Laufe der Zeit in der Gesteinsformation angesammelt hatte, um zu zeigen, dass sie im Salzstock bleibt und nicht austritt . Zu diesem Zweck wurden in regelmäßigen Abständen seismische Überwachungsmessungen vorgenommen. Sie zeigen, dass die Menge in der Gesteinsformation bleibt und wächst, sobald weiteres CO2 hineingeleitet wird.

Lösungen zur Kohlenstoffspeicherung in großem Umfang wie der Salzstock von Sleipner zeigen, dass CCS der Industrie helfen kann, Klimaziele zu erreichen. Ein unterstützender rechtlicher Rahmen ist allerdings ebenso wichtig. Die 1991 in Norwegen eingeführte innovative Steuer auf Kohlenstoffausstoß hat mit zur Entstehung des CCS-Geschäftsszenarios bei Sleipner beigetragen. 

Dank solcher Projekte wie Sleipner hat ExxonMobil seit 1970 mehr CO2abgeschieden als jedes andere Unternehmen. Lesen Sie weiter, um mehr über CCS und die im Rahmen unserer Partnerschaft entwickelte Technologie zur Kohlenstoffabscheidung und Emissionsverringerung zu erfahren.

Quellen:

  1. International Energy Agency
  2. Equinor
  3. Global CCS Institute
Tags:   CCSDr. Fatih BirolErdgasInternational Energy AgencyKohlenstoffabscheidung und -speicherungKohlenstoffspeicherungNordseeNorwegenSleipner
Sie können auch mögen

Erfahren Sie mehr